Golddistel – seltene Art, gefunden in Elxleben

Unser Leser Thomas Püschel entdeckte eine seltene Distelart, schützte sie und schrieb uns: „Ich beobachte seit einigen Jahren beim Hundespaziergang die Fauna und Flora rund um das Möbelhaus Finke. Mit Freude habe ich, neben anderen Arten für Kalkmagerstandorten auch die Golddistel (Carlina Vulgaris) entdecken können. Da diese erst sehr spät im Jahr (Juli/August) blüht und bei den regelmäßig stattfindenden Mäharbeiten rund um den Finke stark beeinträchtigt wird, dachte ich, das sollte doch ändern lassen.“ Er bat den Hausleiter des Möbelhauses darum, die Bereiche, in denen die Distel wächst, nicht mähen zu lassen. Mit Erfolg. Wir haben die Distel gefunden, fotografiert und gegoogelt.

Die Golddistel erreicht Wuchshöhen von 15 bis 60 Zentimetern. Ein Stängel kann mehrere (ein bis drei) körbchenförmige Blütenstände ausbilden. Im Gegensatz zur Silberdistel sind ihre Blütenstände wesentlich kleiner (etwa 1,5 bis 2,5 cm). Die häutigen Hüllblättchen sind bei ihr goldgelb glänzend (daher auch der Trivialname Golddistel). In jedem Blütenkorb befinden sich viele Röhrenblüten. Bereits zur Blütezeit sind die trockenhäutigen Hüllblätter abgestorben und verbleiben dauerhaft an der Pflanze. Die Golddistel ist eine der wenigen Pflanzen, die aufgrund ihres steifen, skleromorphen (austrocknungstoleranten) Stängels bis weit in das Frühjahr hinein aufrecht stehen bleiben. Die inneren Hüllblätter reagieren auf Luftfeuchtigkeit. Bei feuchtem Wetter krümmen sie sich nach oben und schützen die Röhrenblüten vor Regen. Bei trockenem Wetter und Sonnenschein breiten sie sich wieder aus. Die Golddistel gedeiht auf trockenen, nährstoffarmen Magerrasen, Hügeln und Gebirgswiesen, besonders auf Kalkboden. *

Vielen Dank an Thomas Püschel für die interessante Entdeckung!

* Wikipedia

Autor: B. Köhler   Fotos: S. Forberg